Neues Kombibad auf der Jahreshauptversammlung der DLRG diskutiert

Vertreter der DLRG OG Emsdetten haben am Sonntag zahlreiche Vorstandsposten bestätigt und neu gewählt. Frank Tubbesing ist für den Posten als 1. Vorsitzender einstimmig wiedergewählt worden. Er lenkt den rund 680 Personen starken Verein damit für weitere zwei Jahre. Auch Antje Thalmann ist als Geschäftsführerin einstimmig bestätigt worden, sie wurde außerdem für 40 Jahre Mitgliedschaft im Verein ausgezeichnet. Bei der Jahreshauptversammlung war auch das neue Kombibad ein Thema.

Die Ergebnisse der Sondersitzung des Aufsichtsrats der Stadtwerke für ein Kombibad in Emsdetten waren ein großer Diskussionspunkt. Den Sprungturm und das Schwimmbecken mit fünf Bahnen begrüßte der Verein. Ein Hubboden im Lehrschwimmbecken ist den DLRG-Ausbildern allerdings ein Dorn im Auge: „Im jetzigen Hallenbad gibt es einen Hubboden im Schwimmerbecken. Jetzt aber anstelle eines Lehrschwimmbeckens ein Hubbodenbecken zu bauen, bedeutet Nachteile in der Ausbildung für uns als Verein sowie für weitere Schwimmvereine und die Schulen. Ich hoffe deshalb, dass hier das letzte Wort noch nicht gesprochen ist“, sagte Frank Tubbesing, 1. Vorsitzender.

In vielen Gesprächen mit den Fraktionen und den Verantwortlichen habe der Verein versucht zu verdeutlichen, wie wichtig ein Lehrschwimmbecken mit unterschiedlicher Wassertiefe für die Ausbildung sei. „Wir betreuen Kinder im Alter von ca. vier bis acht Jahren gleichzeitig. Diese Kinder sind unterschiedlich groß und sie fühlen sich im Wasser nicht immer gleich wohl. Hier können wir in einem Becken mit unterschiedlicher Höhe individuell reagieren. Mit einem Hubboden ist das vorbei.“ Allein im Jahr 2017 habe der Verein 74 Seepferdchen-Abzeichen abgenommen. „Das ist ein neuer Rekord und zeigt, wie wichtig die DLRG für die Schwimmausbildung ist. Ich gehe davon aus, dass sich dieser Trend fortsetzen wird“, sagte Ulrich Revink, Leiter Ausbildung.

Verein braucht neues Boot inklusive Transporter

Durch die aktuellen Diskussionen sei in den vergangenen Wochen die Beschaffung eines neuen Bootes inklusive eines Transporters in den Hintergrund geraten. Der Bedarf sei aber nach wie vor groß. „Unsere Einsatztechnik ist veraltet, das können wir nicht länger unbeachtet lassen“, erklärte Tubbesing. Rein aus vereinsinternen Mitteln sei die Investition allerdings nicht zu stemmen. „Wir sparen, aber für eine Summe von rund 110.000 Euro reicht es bei weitem nicht“, sagte Karin Tubbesing, Kassenwartin. Hinzukäme, dass der Verein immer mehr Gelder an das Präsidium der DLRG abführen müsste. „Wir kommen nicht umhin, unsere Jahresbeiträge ab 2019 anzupassen, um allein diese Summe abdecken zu können“, so Frank Tubbesing. Einer Erhöhung der Beiträge stimmten die Vertreter der Hauptversammlung einstimmig zu – auch unter dem Aspekt, dass andere DLRG Ortsgruppen selbst mit der Erhöhung heute schon mehr Geld für Training und Ausbildung verlangten.

Bei den Wahlen des Vorstands konnten drei Stellvertreterposten erstmalig besetzt werden. Wolfgang Wöste ist neuer stellvertretender Geschäftsführer, Priska Tubbesing folgt als stellvertretende Kassenwartin und Pia Görges als stellvertretende Referentin für Erste Hilfe und Sanitätsausbildung. Der Jugendvorstand wird vertreten von Nils Seidel und Phillip Stottrop.